Im Jahr 2014 fanden alle unsere Veranstaltungen im Programmkino cinema in Münster statt.
 

Schwarzweiße Weihnachten


Wie vor 101 und 112 Jahren – Weihnachtsfilme von 1913
Do 25. Dezember 2014 · 21:00 Uhr

Gereon Voß, Schlagzeug
Helmut Buntjer, Posaune
 
Exakt 101 Jahre sind zwei Filme alt, die am Ersten Weihnachtstag in der Nachtschicht gezeigt werden. In WEIHNACHTEN DER INSEKTEN organisiert der Weihnachtsmann ein Fest für die Kinder des Waldes: den Marienkäfer, die Libelle, die Hirschkäferfamilie und den Frosch. Wladyslaw Starewicz, der Vater des russischen Trickfilms, erweckt seine Tiere zum Leben und lässt sie vor Freude Purzelbäume schlagen. Alles ohne Computeranimation, dafür in Stop-Motion-Technik: Einzelne Bilder von Puppen werden aneinandergereiht, wobei für jedes Bild die Puppen nur ein kleines bisschen verändert werden.
 
DIE NACHT VOR WEIHNACHTEN, ein skurriler Film nach dem gleichnamigen russischen Weihnachtsmärchen von Nikolai Gogol, spielt in einem ukrainischen Dorf. Der Schmied hat ein Problem: Seine Angebetete will ihn nur heiraten, wenn er ihr dieselben Schuhe verschafft, die die Zarin trägt. Dafür ist er sogar bereit, die Hilfe des Teufels in Anspruch zu nehmen.
 
DIE REISE ZUM MOND aus dem Jahr 1902 ist einer der ersten Science-Fiction-Filme und basiert auf den Romanen Von der Erde zum Mond (Jules Verne) und Die ersten Menschen auf dem Mond (H.G. Wells).
 
 

Ein Fellini-Abend mit Musik von Nino Rota


Mi 26. November 2014 · 22:45 Uhr
Ensemble Pninin in der Besetzung: Serge Corteyn (Gitarre), Nikola Glavas (Akkordeon), Gereon Voß (Vibraphon), Andreas Seemer-Koeper (Schlagzeug, Musikalische Leitung).
 
FELLINI war ein Zauberer des Kinos. Er dachte in Bildern. Seine Notizbücher enthalten keine ausformulierten Filmideen, sondern Karikaturen und Zeichnungen. Es sind erste, graphische Notizen über die Gestalten, die später in seinen Filmen auftreten.
Obwohl auch als klassischer Komponist erfolgreich, wurde NINO ROTA vor allem durch seine Filmmusiken berühmt. Mit Fellini verband Nino Rota eine besondere Freundschaft, er schrieb bis zu seinem Tod die Musik zu sämtlichen Fellini- Filmen.
 
Gezeigt werden Ausschnitte aus den Filmen CASANOVA und DIE CLOWNS.
 
CASANOVA
Casanovas Eros ist zwanghaft, er ist der beängstigende und mechanische Eros einer menschlichen Kolbenmaschine. Er ist der katholische Eros von jemandem, der die Frauen wie Tiere oder wie Engel ansieht, nie wie Frauen, und der in der sinnlichen Beziehung nur sich selbst sucht und nicht findet. 
 Italien 1976  R: Federico Fellini.  K: Giuseppe Rotunno.  Musik: Nino Rota.  Mit Donald Sutherland u.a.
 
DIE CLOWNS
Die Clowns aus der Manege, die Clowns aus der Kinderzeit, wo sind sie geblieben? Gibt es sie noch, diese derbe Komik, diesen ohren-betäubenden Klamauk, der früher so belustigt hat? Im heutigen Zirkus finden sich nur noch letzte, verschwindende Spuren. 
Italien 1970  R: Federico Fellini.  K: Dario Di Palma.  Musik: Nino Rota
 
 

Das Cabinet des Dr. Caligari


Mi 22. Oktober 2014 · 22:45 Uhr
Interzone perceptible
 
Auf dem Weg ins Irrenhaus
Interzone perceptible präsentiert zu dem expressionistische Meisterwerk des Urvaters des Terror-Film-Genres Robert Wiene aus dem Jahre 1919 die Musik.
 
Interzone perceptible ist seit nunmehr 14 Jahren ein Begriff in Sachen Stummfilmvertonung auf höchstem Niveau. Mit elektrifiziertem Akkordeon, E-Bass, Live-Elektronik und Zuspielungen holen die beiden an der Folkwang Hochschule Essen studierten Komponisten/Performer Sven Hermann und Matthias Hettmer den Stummfilm der 10er/20er-Jahre ins 21. Jahrhundert. Mit ihren Stummfilm-Projekten sind sie international tätig, spielten auf Einladung des Goethe- Instituts in Süd-Korea, den USA und Finnland und spielen auf diversen Stummfilmfestivals im europäischen Raum. Da jeder Film nach einer eigenen, individuellen Klanglandschaft verlangt, wird in jedem StummFilmKonzert eine neue Facette der "industrial soundart" von IP freigelegt.
 
Deutschland 1919  R: Robert Wiene  Db: Carl Mayer, Hans Janowitz  K: Willy Hameister  Mit Werner Krauß, Conrad Veidt, Friedrich Fehér, Lil Dagover, Hans Heinrich von Twardowski, Rudolf Lettinger, Ludwig Rex, Elsa Wagner, Henri Peters-Arnolds, Hans Lanser-Rudolff  ab 12 J.  78'
 
 

Livefilme von Achim Zepezauer


Mi 9. Juli 2014 · 22:45 Uhr
Jan Klare - Sax, Luc Ex - Bass, Michael Vatcher - Drums

 
Achim Zepezauer (aka Kämper) ist Preisträger Jazzwerkruhr 2006 für seine DVD "kuhzunft" mit Filmen und Musikvideos. Seine Arbeiten im Bereich Film erinnern an die visuelle Musik der 1920er. Auf kleinstem Raum entstehen unkonventionelle Bilder durch Materialien wie Knete, Ton, Wasserfarbe, Bauklötze oder Licht. Inspiriert von Traumwelten entstehen konkrete Bilder und abstrakte filmische Ideen.
 
Deutschland 2014  R: Achim Kämper.  Ohne Dialog.
 
 

Kurze Filme von Werner Nekes


Mi 28. Mai 2014 · 22:45 Uhr

Erhard Hirt
, Gitarre
 
Der 1944 geborene Werner Nekes macht seit 1965 Filme, etliche zusammen mit seiner Frau, der Filmemacherin und Malerin Dore O.. Nekes widmet sich in seinen Filmen oftmals dem Sehen und der Struktur und Funktionsweise des Films.
ERHARD HIRT: "Werner Nekes Kurz- und Experimentalfilme sah ich zum ersten Mal in den 70er Jahren in unserem heimischen Programmkino. Ähnlich wie wir als Improvisationsmusiker alle musikalischen Parameter und überkommenen Spielpraktiken hinterfragten, stellte auch Nekes noch einmal radikal die Frage danach, was Film überhaupt ist und arbeitete besonders in seinen frühen Kurzfilmen konsequent mit Grundbausteinen filmischen Schaffens um zu ganz eigene Ansätzen zu gelangen. Ich fühlte also so etwas wie eine Geistesverwandtschaft zu dem, was wir innerhalb der Musikszene (ver)suchten."
 
Vis-á-vis
: Eine fixierte Kameraeinstellung auf sechs Personen, die bewegungslos in die Kamera schauen.

D 1968  schwarz-weiß  14
 
Muhkuh:
 Dieser Film für "orale Kulturkreise" zeigt in einer Einstellung Kühe auf einer norddeutschen Weide, die sich in Unterbrechungen auf die Kamera-Arbeit zu konzentrieren versuchen.

D 1968  schwarz-weiß  14
 
jüm-jüm
: Ein Mädchen schaukelt vor einem gemalten Bild.
D 1967  Farbe  10
 
gurtrug Nr. 1: 
26 Personen und zwei Pferde bewegen sich auf der Grasfläche = Leinwandfläche und drücken dabei sich selbst aus.
D 1967  Farbe  12
 
 

A Florida Enchantment


1/4 Jh. Rosa Linse  Darf's ein bisschen mehr sein?
Mi 21. Mai 2014 · 21:00 Uhr

The Lilac Truth


 
Brillant und herrlich frivol nimmt der Film Geschlechterrollen auf's Korn und hat selbst nach exakt 100 Jahren nichts von seiner Bissigkeit verloren.
 
A FLORIDA ENCHANTMENT ist nicht nur eine filmhistorische Perle aus der Stummfilmzeit, der Film ist vielmehr ein wichtiges Zeitdokument aus dem Jahre 1914  der erste Film der Filmgeschichte mit queerer Thematik! Brillant und herrlich frivol nimmt dieser Film Geschlechterrollen aufs Korn und hat selbst nach 100 Jahren nichts von seiner Bissigkeit verloren.
 
USA 1914  R: Sidney Drew  D: Marguerite Bertsch, Eugene Mullin nach dem Buch von Fergus Redmond and Archibald Clavering Gunter  K: Robert A. Stuart
Mit Sidney Drew, Edith Storey, Charles Kent, Mrs. Sidney Drew, Ada Gifford u.a.  ab 6 J.  ohne Dialog  63'
 
 

Von morgens bis mitternachts


Mi 23. April 2014 · 22:45 Uhr

Schlagzeugquartett KLANGWERK MÜNSTER in der Besetzung Felix Feßke, Heinrich Link, Peter Paul Kannengießer sowie Moritz Wilking unter der Leitung von Gereon Voß
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1920 ist das Jahr des expressionistischen Stummfilms in Deutschland, zu dessen bedeutendsten Werken "Von morgens bis mitternachts" zählt. Für die Geschichte des Kinos sind diese Filme mit ihren verzerrten Perspektiven und ausgeprägten Hell-Dunkel-Kontrasten prägend gewesen.
Belegt ist eine (erste?) Aufführung 1922  in Japan! Von der japanischen Kinemathek beschaffte sich das Staatliche Filmarchiv der DDR eine Kopie und zeigte den Film erstmals 1963 in Ost-Berlin.
 
 

Das Phantom der Oper


Mi 26. Februar 2014 · 22:50 Uhr
Toytones: Jan Klare, a-sax, bass-sax / Helmut Buntjer, posaune, euphonium, zipzap / Peter Eisold schlagwerk, harmonika

 
Na, das kennen wir doch alle. Dachten wir. Aber hier ist der Originalfilm, der dem Schmonzetten-Musical zugrunde liegt. Alles ist sehr verworren: Ein liebendes Phantom, gleichermaßen ein Geist wie eine verletzte Seele, das in den Katakomben der Pariser Oper haust, in einem irritierenden Kellergewölbe unglaublichen Ausmaßes in schierem Luxus und mit einer Orgel, wie es sich für Wahnsinnige gehört. Es liebt Christine, die junge aufstrebenden Sängerin auf der Pariser Bühne. Verfällt sie ihm? Die Handlung des Films setzt im Opernhaus während einer Ballettvorführung ein ... Am Ende kommt es, wie es kommen muss: Ein Amoklauf des Mob und eine todbringende Hetzjagd auf den Helden, auf das Phantom …
 
Die drei Musiker der TOYTONES widersetzen sich dieser gemeinen ablehnenden Haltung, sie singen "Phantom, wir lieben dich, wir drei, wir sind dein Freund" und räumen auf mit gängigen Klischees begleitender Filmmusik. Das Trio arbeitete in den späten 90er Jahren intensiv zusammen (CD Sauermarsch, KIP records) und gab eine Vielzahl von Konzerten in der BRD. Nun hat es sich eigens zu dem Zweck wieder zusammen getan, um seinen Lieblingsfilm noch einmal live zu vertonen, mit virtuoser zeitgemäßer Jazzmusik. Das Material wurde überarbeitet und teilweise neu geschrieben. Der Film existierte in verschiedensten Fassungen. Das Cinema zeigt die Version von 1929. Der Hauptdarsteller Lon Chaney war der erste Horrorstar Hollywoods, der unter anderem dafür sehr bekannt war, sein Äußeres extrem verändern zu können.
 
PHANTOM OF THE OPERA  USA 1925  R: Rupert Julian  D: Elliot J. Clawson, Raymond L. Schrock, Frank M. McCormack K: Milton Bridenbecker, Virgil Miller, Charles Van Enger  M: Gustav Hinrichs
Mit Lon Chaney, Mary Philbin, Norman Kerry, Arthur Edmund Carewe, Gibson Gowland, John Sainpolis, Snitz Edwards, Virginia Pearson, Mary Fabian: Carlotta (nur in der Fassung von 1929)  6 J.  ohne Dialog  106'
 
 

Buster Keaton's Sherlock Junior und The High Sign


Slapstick trifft Jazz
Mi 22. Januar 2014 · 22:45 Uhr

Ben Bönniger (Schlagzeug), David DeGroat (Gitarre/Soundeffekte), Marc Picker (Saxophon) und Martin Scholz (Orgel)
:
 
Zwei anrührend, komische Slapstickkomödien aus den 20er Jahren. Mit seinem scheinbar immer starren Gesichtsausdruck stolpert, fällt und flüchtet Buster Stoneface Keaton nun schon seit fast hundert Jahren auf charmante Art durch sein liebenswertes Slapstickuniversum und gilt neben Charlie Chaplin und Harold Lloyd als einer der bedeutendsten Komiker der Stummfilmära.
 
In seinem Regiedebüt THE HIGH SIGN, ein Kurzfilm aus dem Jahre 1920, treiben die bösen Zufälle des Lebens den armen Buster in eine schier unlösbare Situation: Die skrupellose Bande der Blinking Buzzards heuert ihn als Auftragsmörder an, ausgerechnet für den Mann, den er eigentlich beschützen will.
 
In SHERLOCK JUNIOR träumt Buster Keaton in der Rolle eines kleinstädtischen Filmvorführers und absoluten Pechvogels davon, ein großer Detektiv zu sein. Dies gelingt ihm allerdings nur im Kino, als er eines Tages versehentlich bei einer seiner Filmvorführungen einschläft und sich leibhaftig auf die andere Seite der Leinwand begibt: "Ein Film über die Macht des Kinos." (Reclam Filmklassiker)
THE HIGH SIGN  USA 1920  R: Buster Keaton und Edward Cline
Mit Buster Keaton, Virginia Vox, Joe Roberts u.a.  s/w ohne Dialoge  ca. 20'
SHERLOCK JUNIOR  USA 1924  R: Buster Keaton
Mit Buster Keaton, Kathryn McGuire, Joe Keaton, Ward Crane u.a.  s/w ohne Dialoge  ca. 45'

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